{"id":1008,"date":"2010-06-09T15:57:33","date_gmt":"2010-06-09T13:57:33","guid":{"rendered":"https:\/\/dr-montanari.de\/?p=1008"},"modified":"2024-11-05T06:45:30","modified_gmt":"2024-11-05T06:45:30","slug":"complications-from-permanent-facial-fillers-alternative-plastic-surgery-2010-06","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dr-montanari.de\/en\/presse\/komplikationen-durch-permanente-filler-im-gesicht-alternativen-plastische-chirurgie-2010-06\/","title":{"rendered":"Complications from permanent facial fillers - what alternatives are there?"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-post\" data-elementor-id=\"1008\" class=\"elementor elementor-1008\" data-elementor-post-type=\"post\">\n\t\t\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-5efbfda elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"5efbfda\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-85af9c9\" data-id=\"85af9c9\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-161545e elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"161545e\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p><span style=\"float: right;\"> <a class=\"lightbox\" title=\"Artikel 'Komplikationen durch permanente Filler im Gesicht - Alternativen'\" href=\"https:\/\/dr-montanari.de\/uploads\/presse\/gif\/2010-06-plastische-chirurgie-komplikationen-durch-permanente-filler-im-gesicht-alternativen-1.jpg\" rel=\"lightbox[plastische-chirurgie-06-2010]\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dr-montanari.de\/uploads\/presse\/gif\/2010-06-plastische-chirurgie-komplikationen-durch-permanente-filler-im-gesicht-alternativen-1_kl.jpg\" alt=\"Artikel 'Komplikationen durch permanente Filler im Gesicht - Alternativen'\" border=\"0\" \/><br \/>vergr\u00f6\u00dfern<\/a><br \/><br \/><a class=\"lightbox\" title=\"Artikel 'Komplikationen durch permanente Filler im Gesicht - Alternativen'\" href=\"https:\/\/dr-montanari.de\/uploads\/presse\/gif\/2010-06-plastische-chirurgie-komplikationen-durch-permanente-filler-im-gesicht-alternativen-2.jpg\" rel=\"lightbox[plastische-chirurgie-06-2010]\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dr-montanari.de\/uploads\/presse\/gif\/2010-06-plastische-chirurgie-komplikationen-durch-permanente-filler-im-gesicht-alternativen-2_kl.jpg\" alt=\"Artikel 'Komplikationen durch permanente Filler im Gesicht - Alternativen'\" border=\"0\" \/><br \/>vergr\u00f6\u00dfern<\/a><br \/><br \/><a class=\"lightbox\" title=\"Artikel 'Komplikationen durch permanente Filler im Gesicht - Alternativen'\" href=\"https:\/\/dr-montanari.de\/uploads\/presse\/gif\/2010-06-plastische-chirurgie-komplikationen-durch-permanente-filler-im-gesicht-alternativen-3.jpg\" rel=\"lightbox[plastische-chirurgie-06-2010]\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dr-montanari.de\/uploads\/presse\/gif\/2010-06-plastische-chirurgie-komplikationen-durch-permanente-filler-im-gesicht-alternativen-3_kl.jpg\" alt=\"Artikel 'Komplikationen durch permanente Filler im Gesicht - Alternativen'\" border=\"0\" \/><br \/>vergr\u00f6\u00dfern<\/a><br \/><br \/><a class=\"lightbox\" title=\"Artikel 'Komplikationen durch permanente Filler im Gesicht - Alternativen'\" href=\"https:\/\/dr-montanari.de\/uploads\/presse\/gif\/2010-06-plastische-chirurgie-komplikationen-durch-permanente-filler-im-gesicht-alternativen-4.jpg\" rel=\"lightbox[plastische-chirurgie-06-2010]\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dr-montanari.de\/uploads\/presse\/gif\/2010-06-plastische-chirurgie-komplikationen-durch-permanente-filler-im-gesicht-alternativen-4_kl.jpg\" alt=\"Artikel 'Komplikationen durch permanente Filler im Gesicht - Alternativen'\" border=\"0\" \/><br \/>vergr\u00f6\u00dfern<\/a><br \/><br \/><a class=\"lightbox\" title=\"Artikel 'Komplikationen durch permanente Filler im Gesicht - Alternativen'\" href=\"https:\/\/dr-montanari.de\/uploads\/presse\/gif\/2010-06-plastische-chirurgie-komplikationen-durch-permanente-filler-im-gesicht-alternativen-5.jpg\" rel=\"lightbox[plastische-chirurgie-06-2010]\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dr-montanari.de\/uploads\/presse\/gif\/2010-06-plastische-chirurgie-komplikationen-durch-permanente-filler-im-gesicht-alternativen-5_kl.jpg\" alt=\"Artikel 'Komplikationen durch permanente Filler im Gesicht - Alternativen'\" border=\"0\" \/><br \/>vergr\u00f6\u00dfern<\/a><br \/><br \/><a class=\"lightbox\" title=\"Artikel 'Komplikationen durch permanente Filler im Gesicht - Alternativen'\" href=\"https:\/\/dr-montanari.de\/uploads\/presse\/gif\/2010-06-plastische-chirurgie-komplikationen-durch-permanente-filler-im-gesicht-alternativen-6.jpg\" rel=\"lightbox[plastische-chirurgie-06-2010]\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dr-montanari.de\/uploads\/presse\/gif\/2010-06-plastische-chirurgie-komplikationen-durch-permanente-filler-im-gesicht-alternativen-6_kl.jpg\" alt=\"Artikel 'Komplikationen durch permanente Filler im Gesicht - Alternativen'\" border=\"0\" \/><br \/>vergr\u00f6\u00dfern<\/a><\/span><\/p>\n<h3>\u201eKomplikationen durch permanente Filler im Gesicht \u2013 Alternativen\u201c<br \/><span class=\"n\">Plastische Chirurgie 06\/2010, Kaden-Verlag<\/span><\/h3>\n<p><strong>Autoren: Michaela Montanari, Andreas Arens, Jutta Liebau<\/strong><\/p>\n<p>Komplikationen im Gesichtsbereich, ausgel\u00f6st durch die Injektion von permanenten Fillern, sind f\u00fcr den Patienten oft mit entstellenden Auswirkungen verbunden und f\u00fcr die behandelnden \u00c4rzte eine therapeutische Herausforderung. Bereits um 1900 wurden erste Behandlungen zur Gesichtsver\u00e4nderung durchgef\u00fchrt. Dieses erfolgte sicherlich unter anderen Bedingungen, mit anderen Methoden und anderen Produkten als dieses heute der Fall ist. Seither ist die Entwicklung der Produktpalette kontinuierlich im Fluss. In regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden kommen neue Pr\u00e4parate auf den Markt, so dass mittlerweile eine Vielzahl abbaubarer und nicht abbaubarer F\u00fcllsubstanzen existiert. Diese Materialien sind zwar CE-zertifizierte Medizinprodukte, die hinsichtlich des Anforderungspotentials dem Medizinproduktegesetz [1] unterliegen, es handelt sich jedoch keinesfalls um verschreibungspflichtige Medikamente. Der Anwender ist daher gezwungen, die Produkte, die er verwendet, insbesondere hinsichtlich ihrer gesundheitlichen Unbedenklichkeit kritisch zu \u00fcberpr\u00fcfen.<\/p>\n<p><strong>Bei der Anwendung permanenter Filler treten im Vergleich zu nicht-permanenten Fillern h\u00e4ufiger Sp\u00e4tkomplikationen auf<\/strong><\/p>\n<p>Als Indikationen f\u00fcr die Anwendung von F\u00fcllmaterialien sind einerseits \u00e4sthetische Aspekte zu nennen. Hier stehen Behandlungen im Vordergrund, die das Ziel haben, auch im h\u00f6heren Lebensalter Jugendlichkeit und Attraktivit\u00e4t zu erhalten. Auch die h\u00e4ufig vertretene Ansicht, dass attraktives Aussehen zu Erfolg im Berufsleben verhilft und damit einer beruflichen Karriere f\u00f6rderlich sein kann, ist heutzutage nicht zu vernachl\u00e4ssigen. So ist es nicht verwunderlich, dass sich auch M\u00e4nner zunehmend solchen prim\u00e4r \u00e4sthetisch indizierten Behandlungen unterziehen. Auf der anderen Seite gibt es medizinische Indikationen, beispielsweise zum Ausgleich der Faltenbildung nach starkem Gewichtsverlust, bei Fettverteilungsst\u00f6rungen (Lipodystrophien) oder Autoimmunerkrankungen, die mit Gewebedystrophien einhergehen (z.B. Lupus profundus) sowie erworbenen oder angeborenen Gesichtsasymmetrien (z.B. bei der Facialisparese).<\/p>\n<p>Biologisch nicht abbaubare F\u00fcllmaterialien, also sogenannte permanente Filler, lassen sich in drei Gruppen einteilen:<\/p>\n<ul>\n<li>Injizierbares Silikon (PMS 350\u00ae, Bioplastique\u00ae)<\/li>\n<li>Methacrylhaltige Pr\u00e4parate (Artecoll\u00ae)<\/li>\n<li>Mischprodukte aus resorbierbaren und permanenten Substanzen (Dermalive\u00ae, Evolution\u00ae)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Bei der Anwendung permanenter Filler treten im Gegensatz zu nicht-permanenten Fillern h\u00e4ufiger Sp\u00e4tkomplikationen auf. Diese entstehen oft erst Jahre nach der Behandlung und f\u00fchren nicht selten zu unvorhersehbaren, dauerhaften und dramatischen Problemen f\u00fcr den Patienten. In der Folge sind h\u00e4ufig komplexe operative Ma\u00dfnahmen erforderlich, verbunden mit mehrfachen operativen Schritten und insbesondere im Gesichtsbereich aufw\u00e4ndigen rekonstruktiven Verfahren. In unserer Sprechstunde sehen wir in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden Patienten mit Komplikationen nach der Anwendung von permanenten F\u00fcllmaterialien in Gesicht und anderen K\u00f6rperregionen. Im Folgenden werden einige Beispiele mit ausgepr\u00e4gten Folgen nach Injektionen verschiedener permanenter F\u00fcllmaterialien (Artecoll\u00ae, Dermalive\u00ae und Baumarktsilikon) im Gesicht vorgestellt.<\/p>\n<p><strong>Vier Jahre nach der Artecoll-Behandlung entwickelten sich st\u00f6rende Verh\u00e4rtungen und Knoten<\/strong><\/p>\n<p>Das erste Beispiel zeigt eine 50j\u00e4hrige Patientin nach Augmentation ihrer Glabellafalte durch Artecoll. Diese Behandlung erfolgte zehn Jahre zuvor aus \u00e4sthetischer Absicht. Erst vier Jahre sp\u00e4ter entwickelten sich st\u00f6rende Verh\u00e4rtungen und Knoten in dem injizierten Areal. Diese Granulome wurden im Folgenden mehrfach ausw\u00e4rts exzidiert. Bei ausgepr\u00e4gter Rezidivfreudigkeit dieser Kn\u00f6tchen stellte sich die Patientin mit st\u00f6renden und schmerzhaften Granulomen in unserer Sprechstunde vor. Die Patientin war psychisch belastet. Es st\u00f6rten Weichteilverh\u00e4rtungen, die bis in den medialen Lidwinkel prolabierten (Abb. 1a\u2013c). Auch die Narben nach Exzisionen in der Glabellaregion waren st\u00f6rend. Unter dem aktuellen Erscheinungsbild bestand f\u00fcr die Patientin ein weitaus h\u00f6herer Leidensdruck als vor der initialen \u00e4sthetischen Behandlung. Aufgrund der mehrfach erfolgten frustranen Exstirpationen haben wir zun\u00e4chst eine konservative Therapie mit streng intral\u00e4sion\u00e4rer Kortisontherapie in sechsw\u00f6chigen Abst\u00e4nden durchgef\u00fchrt. Der Verlauf einer m\u00f6glichen Regression der Granulome durch die Kortisontherapie sollte vor weiterf\u00fchrenden Eingriffen zun\u00e4chst abgewartet werden.<\/p>\n<p><strong>Bei einer 47J\u00e4hrigen Patientin zeigten sich beidseits in der Jochbein-Wangenregion gro\u00dfe, harte Tumore<\/strong><\/p>\n<p>Das n\u00e4chste Fallbeispiel betrifft eine 47j\u00e4hrige Patientin, die vor zehn Jahren eine Augmentation ihrer Jochbeinregionen mit Dermalive durchf\u00fchren lie\u00df. Einige Jahre nach der Behandlung kam es zu rezidivierenden Abszessen mit persistierender Fistelung auf der linken Seite (Abb. 2a\u2013k). Weiterhin beklagte die Patientin starke Schmerzen in der Jochbeinregion. Bei der klinischen Untersuchung zeigten sich beidseits in der Jochbein- Wangenregion gro\u00dfe, harte Tumore, die sich auf der Unterlage als nicht verschieblich darstellten. Es erfolgte die operative Revision mit pr\u00e4aurikul\u00e4rem Zugang, um die Weichteiltumore zu entfernen. Im Rahmen des operativen Eingriffs zeigten sich ausgepr\u00e4gte diffuse Verwachsungen mit Infiltration des Jochbeinperiosts sowie der umgebenden Muskulatur, insbesondere der Mm. zygomatici major et minor und Ummauerung von Gef\u00e4\u00dfen und Nerven, so dass uns eine vollst\u00e4ndige Exstirpation nicht gelang. Da das Weichteiltrauma durch die Operation ohnehin schon sehr ausgepr\u00e4gt war, haben wir den Eingriff zun\u00e4chst auf die Entfernung der gr\u00f6\u00dften Fremdk\u00f6rperkonglomerate beschr\u00e4nkt. Die histologische Aufarbeitung des Pr\u00e4parates ergab die vermutete Fremdk\u00f6rperreaktion. Im weiteren Verlauf kam es zu einer deutlichen Regredienz der initial sehr ausgepr\u00e4gten Weichteilschwellung und der H\u00e4matome. Seitens der Patientin existierte der Wunsch nach einer erneuten Operation mit dem Ziel der weiteren Entfernung der infiltrierenden Granulome. Der zweite Eingriff erfolgte ein Jahr sp\u00e4ter mit Restgranulomentfernung, Lidkantenanhebung links mittels Keilexzision am Unterlid sowie Aufh\u00e4ngung eines entepithelialisierten Tarsusstreifens am kn\u00f6chernen Orbitarand. Ein Ausgleich der entstandenen Konturasymmetrie wurde mit einer Eigenfett- Transplantation (45 ml) sechs Monate sp\u00e4ter ausgeglichen.<\/p>\n<p><strong>Die Patientin offenbarte, dass ihr die Augmentation mit einem Medizinprodukt zu kostspielig gewesen sei<\/strong><\/p>\n<p>Eindrucksvoll war die Anamnese einer 46j\u00e4hrigen Patientin, die sich mit R\u00f6tungen, Teleangiektasien, multiplen Weichteilverh\u00e4rtungen und Schmerzen in Gesicht und an der Brust nach Injektion fl\u00fcssigen Silikons vor f\u00fcnf Jahren vorstellte (Abb. 3a\u2013f). Weiterhin beklagte sie eine progrediente Gesichtsfeldfeinschr\u00e4nkung. Die Patientin offenbarte uns, dass ihr die Augmentation der beiden K\u00f6rperregionen mit einem Medizinprodukt zu kostspielig gewesen sei. Aus diesem Grunde habe sie einen Baumarkt aufgesucht und ein fl\u00fcssiges Silikonprodukt erworben. Gedanken, dass m\u00f6gliche Unterschiede zwischen Baumarktprodukten und Medizinprodukten bestehen k\u00f6nnten, seien ihr nicht gekommen. Schlie\u00dflich habe ihr eine gute Bekannte \u2013 nach ausdr\u00fccklichem Nachfragen erkl\u00e4rte die Frau, es habe sich um keine\/n \u00c4rztin\/Arzt gehandelt \u2013 dieses Pr\u00e4parat zur Versch\u00f6nerung injiziert. Im Rahmen einer mehrst\u00fcndigen Operation wurden multiple Fremdk\u00f6rpergranulome entfernt. Es kam im weiteren Verlauf zu einer deutlichen Besserung der Beschwerden, insbesondere der Gesichtsfeldeinschr\u00e4nkung sowie der Tele- angiektasien. Anhand des letzten Fallbeispiels wird die Notwendigkeit einer genauen Anamnese besonders deutlich, um \u00fcberhaupt festzustellen, welche Produkte verwendet wurden.<\/p>\n<p><strong>Mit Hyalurons\u00e4ure lassen sich \u00e4sthetische und f\u00fcr den Patienten zufriedenstellende Ergebnisse erzielen<\/strong><\/p>\n<p>Im Unterschied zu resorbierbaren Fillern ist bei der Anwendung permanenter Materialien in der Regel eine einmalige Behandlung erforderlich, bei der im Idealfall ein reaktionsloses Ergebnis resultiert. Dennoch sind Behandlungen mit permanenten F\u00fcllmaterialien mit einer h\u00f6heren Komplikationsrate [2] und der Gefahr von Sp\u00e4tfolgen [3] mit irreversiblen Weichteilsch\u00e4den behaftet. Aus diesem Grunde sollten unserer Meinung nach alternative Verfahren zur Volumenaugmentation in Erw\u00e4gung gezogen werden. Hierzu stehen autologe Substanzen, wie Eigenfett oder Dermistransplantate, sowie heterologe biologisch abbaubare Materialien wie Hyalurons\u00e4ure oder Kollagen zur Verf\u00fcgung, die zu zufriedenstellenden und komplikationsarmen Resultaten f\u00fchren k\u00f6nnen [4]. So lassen sich nach unserer Erfahrung mit Hyalurons\u00e4ure \u00e4sthetische und f\u00fcr den Patienten zufriedenstellende Ergebnisse erzielen. M\u00f6gliche Nebenwirkungen beschr\u00e4nken sich im Wesentlichen auf reversible Komplikationen, die bei der Verwendung solcher Produkte auftreten k\u00f6nnen. Hierzu z\u00e4hlen R\u00f6tungen, Schwellungen, Schmerzen und H\u00e4matome. Allergische Reaktionen, Hautnekrosen, Infektionen und Verf\u00e4rbungen haben wir bei unseren Patienten nicht beobachtet.<\/p>\n<p><strong>Bei Schwund des malaren Fettk\u00f6rpers l\u00e4sst sich mit Eigenfett ein guter Ausgleich des Volumendefizits erzielen<\/strong><\/p>\n<p>Eine andere M\u00f6glichkeit des Ausgleichs von Konturunebenheiten besteht in der Verwendung von Eigenfett [5, 6]. Insbesondere HIV-Patienten bei denen es zum Schwund des malaren Fettk\u00f6rpers \u2013 am ehesten im Rahmen der antiviralen Medikation \u2013 kommt, leiden unter der entsprechenden Stigmatisierung. Hier l\u00e4sst sich mit Eigenfett ein guter Ausgleich des Volumendefizits erzielen (Abb. 4a,b).<\/p>\n<p>Eine weitere M\u00f6glichkeit Eigengewebe als F\u00fcllmaterial zu nutzen, besteht in der Verwendung von Dermistransplantaten als resorptionsresistentes F\u00fcllmaterial. Bei der Lupus-Pannikulitis, einer seltenen Autoimmunerkrankung, die nicht selten mit dem systemischem Lupus erythematodes assoziiert ist, kommt es durch vernarbende Einschmelzungen des subkutanen Fettes und der tiefen Dermis zu entsprechenden Defekten mit Pr\u00e4dilektion im Gesicht und an den Extremit\u00e4ten, deren Ausgleich gut mit einem Dermistransplantat erfolgen kann. Bei gegebenenfalls vorbestehen Narben ergibt sich somit ein geeigneter Zugang, um ein entsprechendes Transplantat zu entnehmen. Bei der vorgestellten Patientin (Abb. 5a\u2013 f), haben wir ein 12 mal acht Zentimeter gro\u00dfes Transplantat \u00fcber eine bereits bestehende Sectionarbe vom Unterbauch entnehmen k\u00f6nnen, deepithelialisiert und geteilt, so dass f\u00fcr beide Gesichtsh\u00e4lften eine ad\u00e4quate Volumenaugmentation zur Verf\u00fcgung stand. Die Fixierung erfolgte mit einer Knotung \u00fcber Pr\u00e4pariertupfer.<\/p>\n<p><strong>Komplikationen sollten grunds\u00e4tzlich in Fillerportalen gemeldet werden<\/strong><\/p>\n<p>Zusammenfassend sind permanente Filler mit dem Risiko ausgepr\u00e4gter Sp\u00e4tkomplikationen behaftet \u2013 h\u00e4ufig verbunden mit irreversiblen Weichteilsch\u00e4den. Aufgrund der Vielfalt der heute zur Verf\u00fcgung stehenden Materialen ist daher der Einsatz permanenter Filler aus unserer Sicht nicht zu empfehlen. Stattdessen sollten abbaubare Substanzen oder k\u00f6rpereigenes Gewebe verwendet werden, bei denen es unserer Erfahrung nach lediglich zu reversiblen Komplikationen wie Schwellungen, R\u00f6tungen oder H\u00e4matomen kommen kann.<\/p>\n<p>Komplikationen, die nach der Verwendung von permanenten und nicht-permanenten F\u00fcllmaterialien beobachtet werden, sollten grunds\u00e4tzlich in sogenannten Fillerportalen wie beispielsweise www.bfarm.de, www. zentralregister-filler.de, www.fillerwelt.de gemeldet werden. Angesprochen f\u00fchlen sollten sich neben den Produktherstellern die \u00c4rzte als Anwender und Nachbehandler entsprechender Komplikationen sowie die Patienten selbst. Nach Registrierung der Komplikationen und F\u00fcllsubstanzen erfolgt eine Auswertung, die Anwendern und Betroffenen wertvolle Informationen hinsichtlich der H\u00e4ufigkeiten von Nebenwirkungen, der Art der Komplikationen nach Faltenunterspritzungen im Speziellen sowie Hinweise auf Behandlungsm\u00f6glichkeiten geben kann. Aufgrund der wachsenden Anzahl der zur Verf\u00fcgung stehenden Produkte sowie der aktuell steigenden Behandlungszahlen ist die Nutzung solcher Melderegister ein unverzichtbares Instrument, um zuverl\u00e4ssig, komplikationsarm und somit patientengerecht Behandlungen durchf\u00fchren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"font-size: 90%; margin-bottom: 2px;\"><strong>Literatur<\/strong><\/p>\n<ol style=\"margin: 0 0 12px 24px;\">\n<li style=\"font-size: 90%;\">Medizinproduktegesetz (in der Fassung der Bekanntmachung vom 7. August 2002 (BGBl. I, S 3146), das zuletzt durch Artikel 6 des Gesetzes vom 29. Juli 2009 (BGBl. I, S 2326) ge\u00e4ndert worden ist. [http:\/\/bundesrecht.juris.de\/ bundesrecht\/mpg\/gesamt.pdf]<\/li>\n<li style=\"font-size: 90%;\">Heinz BC, Ladhoff U, Kahl CH, et al (2008) Vorkommnismeldungen zu injizierbaren F\u00fcllmaterialien, Auswertung des Medizinprodukte-Beobachtungs-und-Meldesystems in Deutschland. Bundesgesundheitsbl Gesundheitsforsch Gesundheitsschutz 51: 787\u2013792 (Bundesinstitut f\u00fcr Arzneimittel und Medizinprodukte, Bonn)<\/li>\n<li style=\"font-size: 90%;\">Wiest LG (2009) Spektrum der Komplikationen nach Behandlung mit injizierbaren F\u00fcllmaterialien. J \u00c4sthet Chir 2: 95\u2013104<\/li>\n<li style=\"font-size: 90%;\">Lemperle G, Morhenn VB, Charrier U (2003) Human histology and persistence of various injectable filler substances for soft tissue augmentation. Aesth Plast Surg 27: 354<\/li>\n<li style=\"font-size: 90%;\">Coleman SR (1995) Long term survival of fat transplants: Controlled demonstrations. Aesth Plast Surg 19: 421\u2013425<\/li>\n<li style=\"font-size: 90%;\">Coleman SR (1997) Facial recontouring with lipostructure. Clin Plast Surg 24: 347\u2013367<\/li>\n<\/ol>\n<p>\u00bb <a title=\"Artikel 'Komplikationen durch permanente Filler im Gesicht - Alternativen'\" href=\"..\/..\/uploads\/presse\/pdf\/2010-06-plastische-chirurgie-komplikationen-durch-permanente-filler-im-gesicht-alternativen.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel lesen<\/a><\/p>\n<p><cite>Quelle: Plastische Chirurgie 06\/2010, Kaden-Verlag<\/cite><\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>vergr\u00f6\u00dfern vergr\u00f6\u00dfern vergr\u00f6\u00dfern vergr\u00f6\u00dfern vergr\u00f6\u00dfern vergr\u00f6\u00dfern \u201eKomplikationen durch permanente Filler im Gesicht \u2013 Alternativen\u201cPlastische Chirurgie 06\/2010, Kaden-Verlag Autoren: Michaela Montanari, Andreas Arens, Jutta Liebau Komplikationen im Gesichtsbereich, ausgel\u00f6st durch die Injektion von permanenten Fillern, sind f\u00fcr den Patienten oft mit entstellenden Auswirkungen verbunden und f\u00fcr die behandelnden \u00c4rzte eine therapeutische Herausforderung. Bereits um 1900 wurden [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[],"class_list":["post-1008","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-presse"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dr-montanari.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1008","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/dr-montanari.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dr-montanari.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dr-montanari.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dr-montanari.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1008"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/dr-montanari.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1008\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dr-montanari.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1008"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dr-montanari.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1008"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/dr-montanari.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1008"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}