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Brustimplantate: Welches Implantat passt zu mir?

Das „beste“ Brustimplantat gibt es nicht. 

Brustimplantate

Entscheidend ist, welches Implantat zu Ihrer Anatomie, Ihrem Gewebe, Ihren persönlichen Vorstellungen und zur gewählten Operationstechnik passt. Moderne Brustimplantate unterscheiden sich nicht nur in ihrer Größe, sondern auch in Form, Projektion, Oberfläche, Materialeigenschaften und Gewicht. In unserer Praxis arbeiten wir deshalb mit unterschiedlichen Implantatsystemen und wählen diese individuell aus.

Wer sich mit einer Brustvergrößerung beschäftigt, stößt schnell auf eine Vielzahl von Begriffen: rund oder anatomisch, glatt oder texturiert, unterschiedliche Profile, verschiedene Hersteller, klassische Silikonimplantate oder besonders leichte Implantate. Hinzu kommen Fragen zur Sicherheit, Haltbarkeit, Nachsorge und zu möglichen Risiken.

Eine gute Entscheidung beginnt deshalb nicht mit der Frage nach einer bestimmten Marke oder einer bestimmten Anzahl von Millilitern. Sie beginnt mit einer ausführlichen Beratung und einer sorgfältigen Analyse der individuellen Voraussetzungen.

Welche Unterschiede gibt es bei Brustimplantaten?

Moderne Brustimplantate stehen in zahlreichen Varianten zur Verfügung. Die Unterschiede ermöglichen es, die Auswahl sehr individuell an die jeweilige Patientin anzupassen.

Zu den wichtigsten Kriterien gehören:

  • Größe und Volumen
  • Basisbreite
  • Form
  • Projektion bzw. Profil
  • Beschaffenheit der Oberfläche
  • Eigenschaften und Festigkeit des Silikongels
  • Gewicht des Implantats

Alle diese Faktoren entscheiden darüber, wie ein Implantat zu den vorhandenen anatomischen Verhältnissen passt.

Runde oder anatomische Brustimplantate?

Runde Implantate besitzen eine gleichmäßigere Form und können – abhängig von Implantattyp, Projektion und Gewebe – unter anderem mehr Fülle im oberen Brustbereich ermöglichen. Nur weil ein Implantat rund ist, muss es also nicht zwangsweise unnatürlich wirken.

Anatomische Implantate werden aufgrund ihrer Form häufig als tropfenförmig bezeichnet. Die Volumenverteilung orientiert sich stärker an der natürlichen Brustform.

Welche Form sinnvoll ist, hängt jedoch nicht allein vom gewünschten Aussehen ab. Grundanlage der Brust, vorhandenes Gewebe, Brustkorb, Hautbeschaffenheit und Operationsplanung spielen ebenfalls eine Rolle.

„Rund oder anatomisch?“ lässt sich deshalb nicht pauschal beantworten.

Was bedeutet die Projektion eines Brustimplantats?

Zwei Implantate können dasselbe Volumen besitzen und dennoch vollkommen unterschiedlich aussehen. Die Projektion beschreibt vereinfacht gesagt, wie weit sich das Implantat nach vorne wölbt. Implantate stehen mit unterschiedlichen Profilen beziehungsweise Projektionen zur Verfügung. Damit lässt sich bei vergleichbarer Basisbreite beispielsweise eine unterschiedlich starke Vorwölbung der Brust erzielen. Deshalb ist die Angabe des Implantatvolumens allein nur begrenzt aussagekräftig.

Wie finde ich die richtige Implantatgröße?

Eine der häufigsten Fragen im Beratungsgespräch lautet: Wie viele Milliliter brauche ich für meine gewünschte Körbchengröße?

Darauf gibt es keine seriöse allgemeingültige Antwort. 300 oder 350 ml können bei zwei Frauen vollkommen unterschiedlich wirken. Körpergröße, Brustkorb, vorhandenes Brustgewebe, Ausgangsform, Implantatbreite und Projektion beeinflussen das spätere Ergebnis.

Auch BH-Körbchengrößen sind keine standardisierte medizinische Maßeinheit.

Bei der Implantatwahl betrachten wir deshalb nicht isoliert eine Zahl oder die bisherige Körbchengröße unserer Patientinnen, sondern insbesondere:

  • die Breite und Form des Brustkorbs
  • das vorhandene Brustgewebe
  • die Ausgangsform der Brust
  • mögliche Asymmetrien
  • die Haut- und Gewebebeschaffenheit
  • das gewünschte Volumen
  • die gewünschte Projektion
  • die geplante Implantatposition
  • die persönlichen Vorstellungen der Patientin

Unser Ziel ist nicht, möglichst groß oder möglichst klein zu wählen, sondern ein Implantat zu finden, dessen Dimensionen zur individuellen Anatomie und zum gewünschten Ergebnis passen.

Welche Vorteile haben Brustimplantate?

Eine Brustvergrößerung mit Implantaten ermöglicht eine vergleichsweise präzise Planung von Volumen und Form. Abhängig von Ausgangssituation und gewähltem Implantat können beispielsweise fehlendes Brustvolumen ergänzt, Proportionen verändert oder Asymmetrien ausgeglichen werden.

Im Gegensatz zur Brustvergrößerung mit Eigenfett sind auch deutlichere Volumenveränderungen möglich, ohne dass hierfür ausreichend körpereigenes Fettgewebe vorhanden sein muss.

Warum ist die Qualität eines Brustimplantats so wichtig?

Brustimplantate verbleiben in der Regel viele Jahre im Körper. Entsprechend wichtig sind für uns die Qualität des Medizinprodukts, die Dokumentation und Rückverfolgbarkeit sowie belastbare Herstellerinformationen. Zur verantwortungsvollen Implantatchirurgie gehören für uns deshalb nicht nur die Wahl eines hochwertigen Implantats, sondern ebenso eine sorgfältige Operationsplanung, eine qualifizierte Durchführung und die langfristige Nachsorge. Auch das hochwertigste Implantat kann eine gute chirurgische Planung und Technik nicht ersetzen.

Welche Brustimplantate verwenden wir?

Wir haben uns bewusst nicht auf ein einziges Implantatmodell festgelegt. Unterschiedliche anatomische Voraussetzungen und Wünsche können unterschiedliche Lösungen erfordern.

In unserer Praxis kommen deshalb – abhängig von der individuellen Indikation – verschiedene hochwertige Implantatsysteme zum Einsatz.

POLYTECH® Brustimplantate

POLYTECH bietet ein umfangreiches Portfolio mit unterschiedlichen Implantatformen, Basisformen, Projektionen und Oberflächen. Diese Vielfalt ermöglicht eine individuelle Auswahl entsprechend der Anatomie und dem gewünschten Behandlungsergebnis.

B-Lite® Lightweight Implantate – spielt das Gewicht eine Rolle?

Neben konventionellen Silikonimplantaten stehen mit B-Lite® besonders leichte Brustimplantate zur Verfügung. B-Lite® Implantate können bei gleichem Volumen bis zu 30 Prozent leichter sein als herkömmliche Silikonimplantate. Möglich wird dies durch spezielle Mikrosphären, die in ein kohäsives Silikongel integriert sind.

Das geringere Gewicht soll die langfristige gewichtsbedingte Belastung des Brustgewebes reduzieren.

Gerade bei bestimmten anatomischen Voraussetzungen oder dem Wunsch nach einem größeren Implantatvolumen kann das Gewicht deshalb ein zusätzlicher Faktor bei der Implantatwahl sein. Ob ein Lightweight Implantat im individuellen Fall Vorteile bietet, muss jedoch ebenso sorgfältig geprüft werden wie die Wahl von Form, Größe und Projektion.

Motiva® Implantate und Preserve™

Mit Motiva® steht uns ein weiteres modernes Implantatsystem zur Verfügung.

Motiva® Implantate kommen in unserer Praxis in Verbindung mit dem Preservé™-Operationskonzept zum Einsatz. Preserve™ ist dabei kein eigenes Implantat, sondern ein möglichst gewebeschonendes chirurgisches Konzept, das speziell für die Verwendung mit Motiva® Implantaten entwickelt wurde.

Ziel ist es, anatomische Strukturen während der Operation möglichst zu erhalten und das umliegende Gewebe möglichst wenig zu belasten.

POLYTECH®, B-Lite® oder Motiva® – welches Implantat ist besser?

Auch diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Ein bestimmter Hersteller oder Implantattyp ist nicht automatisch für jede Patientin die beste Wahl. Entscheidend ist vielmehr, welche Eigenschaften für die jeweilige Anatomie, das gewünschte Ergebnis und die geplante Operation sinnvoll sind.

Dass uns unterschiedliche Implantatsysteme zur Verfügung stehen, verstehen wir deshalb nicht als Produktfrage, sondern als Teil einer individuellen Behandlungsplanung.

Häufige Fragen und Antworten rund um Brustimplantate

Jede Operation ist mit allgemeinen und eingriffsspezifischen Risiken verbunden. Auch moderne Brustimplantate können mit Komplikationen verbunden sein.

Zu den möglichen Problemen gehören unter anderem:

  • Kapselfibrose
  • Ruptur bzw. Beschädigung des Implantats
  • Lageveränderung oder Rotation
  • Asymmetrien
  • sicht- oder tastbare Implantatränder
  • Faltenbildung bzw. Rippling
  • Infektionen
  • Flüssigkeitsansammlungen
  • Veränderungen des ästhetischen Ergebnisses im Laufe der Zeit
  • die Notwendigkeit eines Implantatwechsels oder einer weiteren Operation

Welche Risiken individuell bestehen, erläutern wir ausführlich im persönlichen Beratungsgespräch.

Der Körper bildet um jedes Brustimplantat eine natürliche Bindegewebskapsel. Das ist zunächst eine normale Reaktion.

Bei einer Kapselfibrose verdickt oder verhärtet sich diese Kapsel stärker. Je nach Ausprägung kann die Brust fester werden, ihre Form verändern oder Beschwerden verursachen.

Kapselfibrosen werden üblicherweise nach der sogenannten Baker-Klassifikation in unterschiedliche Schweregrade eingeteilt.

Nicht jede Kapselbildung erfordert eine Behandlung. Bei ausgeprägten Befunden kann jedoch eine erneute Operation notwendig werden.

Ja. Auch moderne Brustimplantate können beschädigt werden oder ihre Hülle kann im Laufe der Zeit ihre Integrität verlieren.

Bei Silikongelimplantaten muss eine Ruptur nicht zwangsläufig sofort Beschwerden verursachen. Deshalb sind regelmäßige ärztliche Kontrollen auch dann sinnvoll, wenn sich die Brust vollkommen unauffällig anfühlt.

Bei Verdacht auf eine Veränderung können bildgebende Untersuchungen wie Ultraschall oder MRT zur weiteren Abklärung eingesetzt werden.

BIA-ALCL steht für Breast Implant-Associated Anaplastic Large Cell Lymphoma. Dabei handelt es sich um eine seltene Form eines Lymphoms, die im Zusammenhang mit Brustimplantaten beschrieben wurde.

Die Erkrankung entsteht nicht im Brustgewebe selbst, sondern typischerweise im Bereich der das Implantat umgebenden Kapsel. Das Risiko wurde insbesondere im Zusammenhang mit bestimmten texturierten Implantatoberflächen beobachtet.

Eine neu auftretende einseitige Schwellung der Brust, eine Flüssigkeitsansammlung um das Implantat oder andere auffällige Veränderungen sollten deshalb ärztlich abgeklärt werden.

Auch seltene Risiken gehören für uns zu einer vollständigen und transparenten Aufklärung.

Breast Implant Illness, kurz BII, ist ein Begriff, mit dem eine Reihe unterschiedlicher körperlicher und teilweise auch psychischer Beschwerden beschrieben werden, die von einigen Frauen mit Brustimplantaten berichtet werden.

Zu den genannten Symptomen gehören unter anderem:

  • anhaltende Müdigkeit und Erschöpfung
  • Konzentrations- und Gedächtnisprobleme („Brain Fog“)
  • Gelenk- und Muskelschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Hautveränderungen oder Hautausschläge
  • Haarausfall
  • Schlafstörungen
  • Gewichtsveränderungen
  • allgemeines Unwohlsein

Wichtig ist dabei eine differenzierte Betrachtung: BII ist derzeit keine eigenständige, formal anerkannte medizinische Diagnose. Es gibt bislang weder eindeutige diagnostische Kriterien noch einen spezifischen Test, mit dem sich Breast Implant Illness feststellen lässt.

Das bedeutet jedoch keinesfalls, dass die von Patientinnen beschriebenen Beschwerden nicht ernst zu nehmen sind. Treten eines oder mehrere dieser Symptome auf, sollten sie aufmerksam betrachtet und medizinisch abgeklärt werden.

Auch die Ursachen der beschriebenen Beschwerden und ein möglicher ursächlicher Zusammenhang mit Brustimplantaten sind wissenschaftlich noch nicht abschließend geklärt. Viele der genannten Symptome können zudem zahlreiche andere medizinische Ursachen haben.

Einige Patientinnen berichten darüber, dass sich ihre Beschwerden nach der Entfernung der Brustimplantate teilweise oder vollständig gebessert haben. Dies wird auch in wissenschaftlichen Untersuchungen und von internationalen Gesundheitsbehörden beschrieben. Eine Besserung lässt sich jedoch nicht vorhersagen. Ebenso wenig beweist eine Verbesserung nach der Explantation im Einzelfall automatisch, dass das Implantat die ursprüngliche Ursache der Beschwerden war.

Bestehen entsprechende Symptome, ist deshalb zunächst eine sorgfältige medizinische Abklärung wichtig, bei der auch andere mögliche Ursachen berücksichtigt werden.

Für uns gehört BII heute zu einer umfassenden und transparenten Beratung über Brustimplantate. Auch wenn viele Fragen wissenschaftlich noch nicht abschließend beantwortet sind, nehmen wir entsprechende Beschwerden und Sorgen unserer Patientinnen ernst und besprechen gemeinsam, welche diagnostischen und gegebenenfalls therapeutischen Schritte im individuellen Fall sinnvoll sind.

Die Geschichte der Brustimplantate kennt auch problematische Kapitel.

Der PIP-Skandal um Implantate, bei denen nicht zugelassenes Industriesilikon verwendet wurde, und die Diskussionen sowie Rückrufe bestimmter Implantattypen im Zusammenhang mit BIA-ALCL sowie BII haben das Bewusstsein für die langfristige Sicherheit von Brustimplantaten nachhaltig verändert.

Für uns besteht die Konsequenz daraus nicht darin, frühere Implantatskandale auszublenden. Im Gegenteil: Sie haben gezeigt, wie wichtig Produktqualität, Rückverfolgbarkeit, transparente Herstellerinformationen, langfristige Beobachtung und eine zuverlässige Nachsorge sind.

Patientinnen sollten wissen, welches Implantat sie tragen und die dazugehörigen Unterlagen dauerhaft aufbewahren.

Nach der Implantation erhalten Patientinnen einen Implantatpass mit wichtigen Informationen zu den eingesetzten Brustimplantaten. Dazu gehören unter anderem Hersteller, Bezeichnung und Typ des Implantats sowie individuelle Produktdaten.

Diese Dokumentation sollte sorgfältig und dauerhaft aufbewahrt werden. Sie ermöglicht auch Jahre später eine eindeutige Identifikation des Implantats – beispielsweise bei Kontrolluntersuchungen, einem Arztwechsel oder falls neue Sicherheitsinformationen zu einem bestimmten Implantattyp bekannt werden.

Zusätzlich zum persönlichen Implantatpass gibt es in Deutschland inzwischen eine weitere wichtige Säule der Patientensicherheit: das Implantateregister Deutschland (IRD).

Seit dem 1. Juli 2024 sind Gesundheitseinrichtungen verpflichtet, implantatbezogene Maßnahmen mit Brustimplantaten an das zentrale Register zu melden. Grundlage hierfür ist das Implantateregistergesetz (IRegG).

Im Register werden Informationen zu Implantaten und den damit verbundenen medizinischen Maßnahmen systematisch erfasst. Ziel ist es, die Qualität und Sicherheit von Implantaten langfristig besser beurteilen und mögliche Auffälligkeiten oder Sicherheitsrisiken frühzeitig erkennen zu können. Die zentrale Erfassung verbessert außerdem die Rückverfolgbarkeit von Implantaten und schafft eine breitere Datengrundlage, um Erkenntnisse über Implantate und implantationsmedizinische Verfahren zu gewinnen.

Implantatpass und Implantateregister ergänzen sich: Während der Implantatpass der Patientin die persönlichen Informationen zu ihrem Implantat zur Verfügung stellt, dient das zentrale Register der übergeordneten Qualitätssicherung und Patientensicherheit.

Verschiedene Hersteller bieten Garantie- oder Austauschprogramme für ihre Implantate an. Deren Umfang und Voraussetzungen unterscheiden sich.

Dabei ist eine wichtige Unterscheidung zu beachten:

Eine Herstellergarantie bedeutet nicht, dass ein Brustimplantat garantiert lebenslang hält. Und sie bedeutet auch nicht automatisch, dass sämtliche Kosten einer möglichen Folgeoperation übernommen werden.

Je nach Hersteller und Garantieprogramm können beispielsweise Austauschimplantate bei einer nachgewiesenen Ruptur oder bestimmten Formen einer Kapselfibrose vorgesehen sein. Teilweise bestehen zusätzliche Programme, die unter definierten Voraussetzungen einen Beitrag zu weiteren Kosten leisten.
Einige Programme setzen zudem eine Registrierung des Implantats innerhalb bestimmter Fristen voraus.

Welche Garantiebedingungen für das konkret gewählte Implantat gelten, erläutern wir unseren Patientinnen im Rahmen der Beratung.

Nach einer Brustvergrößerung gehören zunächst die vereinbarten postoperativen Nachkontrollen zum Behandlungskonzept.

Auch langfristig empfehlen wir, Brustimplantate regelmäßig ärztlich kontrollieren zu lassen. Dabei werden unter anderem Form, Lage und Beschaffenheit der Brust sowie mögliche Veränderungen beurteilt.

Je nach Implantat, Alter des Implantats, individuellen Voraussetzungen und klinischem Befund können zusätzlich bildgebende Untersuchungen wie Ultraschall oder MRT sinnvoll sein.

Wichtig ist außerdem: Die Implantatkontrolle ersetzt nicht die reguläre Brustkrebsvorsorge.

Welche Kontrollintervalle und Untersuchungsmethoden im individuellen Fall empfehlenswert sind, besprechen wir mit unseren Patientinnen persönlich.

Unabhängig von regulären Kontrollterminen sollten neu auftretende oder ungewöhnliche Veränderungen untersucht werden.

Dazu gehören beispielsweise:

  • eine plötzlich auftretende einseitige Schwellung
  • zunehmende Verhärtung
  • neu auftretende Schmerzen
  • Veränderungen von Form oder Lage der Brust
  • tastbare Veränderungen
  • Flüssigkeitsansammlungen
  • auffällige Asymmetrien

Solche Symptome bedeuten nicht automatisch, dass eine schwerwiegende Komplikation vorliegt. Sie sollten jedoch ärztlich abgeklärt werden.

Ja. Auch mit Brustimplantaten bleiben Untersuchungen zur Brustkrebsvorsorge möglich.

Wichtig ist, die untersuchende Einrichtung vor einer Mammographie darüber zu informieren, dass Brustimplantate vorhanden sind. So kann die Untersuchungstechnik entsprechend angepasst werden. Auch Ultraschall und MRT können bei Patientinnen mit Brustimplantaten durchgeführt werden.

In vielen Fällen ist Stillen nach einer Brustvergrößerung weiterhin möglich. Ob und in welchem Umfang die Stillfähigkeit erhalten bleibt, hängt jedoch von verschiedenen individuellen und operativen Faktoren ab. Besteht ein konkreter Kinderwunsch, sollte dieses Thema deshalb bereits im Beratungsgespräch angesprochen werden.

Brustimplantate selbst verändern sich durch eine Schwangerschaft nicht automatisch. Das natürliche Brustgewebe und die Haut können sich jedoch durch Schwangerschaft, Stillzeit, Alterungsprozesse oder stärkere Gewichtsschwankungen verändern. Dadurch kann sich auch das Erscheinungsbild einer zuvor operierten Brust verändern.

Gegebenenfalls kann zu einem späteren Zeitpunkt eine Korrektur oder Straffung gewünscht oder medizinisch sinnvoll werden.

Ein Implantatwechsel kann aus unterschiedlichen Gründen notwendig oder gewünscht sein – beispielsweise bei einer Ruptur, ausgeprägten Kapselfibrose, Lageveränderungen oder dem Wunsch nach einer anderen Größe oder Form.

Ebenso entscheiden sich manche Frauen nach vielen Jahren bewusst dafür, ihre Implantate vollständig entfernen zu lassen.

Welche Möglichkeiten dann bestehen und ob beispielsweise zusätzlich eine Bruststraffung sinnvoll sein kann, hängt vom individuellen Befund ab.

Am Ende führt die Vielzahl der Möglichkeiten wieder zur wichtigsten Frage zurück: Was passt zu mir?

Entscheidend sind Ihre Anatomie, Ihr Gewebe, Ihre persönlichen Vorstellungen und eine realistische Einschätzung dessen, was medizinisch und ästhetisch sinnvoll möglich ist.

Dr. Michaela Montanari verfügt über langjährige Erfahrung in der Plastischen und Ästhetischen Chirurgie und ist durch die DGPRÄC zertifizierte Brustchirurgin. In unserer Praxis stehen unterschiedliche Implantatsysteme und Operationsmethoden zur Verfügung.

Unser Anspruch ist deshalb nicht, Ihnen ein bestimmtes Brustimplantat zu empfehlen, bevor wir Sie gesehen haben. Unser Anspruch ist, gemeinsam mit Ihnen herauszufinden, welche Lösung langfristig am besten zu Ihnen passt.

Sie haben Fragen?

Im persönlichen Beratungsgespräch nehmen wir uns Zeit, Ihre Ausgangssituation zu untersuchen und Ihre Wünsche zu besprechen. Gemeinsam klären wir, welche Implantatform, Größe, Projektion und Operationstechnik für Sie infrage kommen und ob eine Brustvergrößerung mit Implantaten überhaupt die für Sie geeignete Behandlung ist.

Denn eine gute Entscheidung für ein Brustimplantat beginnt nicht mit einer Marke oder einer Zahl – sondern mit einer guten Beratung.

Unsere Fachärzte für Plastische und Ästhetische Chirurgie

Dr. med. Michaela Montanari
Dr. med. Michaela Montanari
Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie
Fachärztin für Chirurgie
Präsidentin der
Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie
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Dr. med. Anna Maria Bugariu
Fachärztin für
Plastische und Ästhetische Chirurgie